Veröffentlicht: 18. Juni 2020
Nimm Dir Zeit – Naturteppiche weben!

Weben ohne Webrahmen und Webnadel – Das Weben mit Astgabel & Haarklammer

 

Material:

  • Astgabel (lieber etwas dicker, so hast du einen stabileren Rahmen!)
  • Dicke Nähnadel oder 1 Haarnadel
  • Wolle (iverschiedene Farben – falls vorhanden)
  • Schere

 

1.Zuerst muss der Rahmen (in unserem Fall die Astgabel) bespannt werden. Dafür wählst du eine relativ dünne Wolle, die gut zu sehen ist (z.B. weiß). Am besten eignet sich ein Garn.

Das Bespannen:

Den Anfang des Garns an einen Ast der Astgabel knoten.

 

Im Anschluss daran, den Faden zur gegenüberliegenden Seite spannen, sodass der Faden oben auf dem Ast aufliegt.

Zweimal um den Ast wickeln. Danach den Faden zur anderen Seite spannen und nun von unten zweimal um den Ast wickeln. Das Garn sollte relativ straff sein. Das machst du solange, bis die gesamte Fläche der Astgabel bespannt ist. Wichtig ist, dass die Fäden fest gespannt sind und nicht verrutschen können. Je enger und gleichmäßiger das Muster, desto gleichmäßiger lässt es sich Weben. Am Ende das Garn wieder an einen Ast knoten.

Nun eine Wollfarbe wählen und auf die Haarnadel fädeln. Rutscht dir die Wolle immer wieder von der Nadel, knote den Wollfaden an der Nadel fest.

 

 

3. Das Weben: Das einfachste Webmuster ist das Kreuzmuster. Dabei gehst du der Reihe nach einmal unter und über die weißen Fäden. Bist du am Ende angelangt, gehst du den Weg wieder zurück. Das Ende der bunten Wolle kannst du ebenfalls oben an den Ast knoten.

 

 

4. Schiebe jede gewebte Reihe mit den Fingern enger zusammen.

 

 

5. Bei einem Farbwechsel verknote die alte mit der neuen Farbe. Du kannst danach ganz normal weiter weben. Achte darauf, dass du den sichtbaren Knoten auf der Rückseite versteckst!

 

 

6. Abstufungen im Muster: Möchtest du an einer Stelle einen breiteren Streifen mit einer bestimmten Farbe weben, kehre mit der Nadel schon vor dem Beenden einer Reihe um und webe nur über die weißen Fäden, wo du die Farbe haben möchtest. Die Stellen, die du jetzt ausgelassen hast, musst du später mit einer anderen Farbe auffüllen (Fortgeschritten!).

 

7. Ist die ganze Fläche mit bunter Wolle bedeckt, schließe deine letzte Reihe ab und „vernähe“ dann das Ende des Wollstücks, mit dem du auffhören willst. Dafür gehst du mit deinem Faden einfach ein paar mal unter dem Gewebten hindurch (beachte dabei, dass du das auf der Rückseite machst!), sodass sich das Gewebte nicht mehr auftrennen kann.

 

Viel Spaß! Übung macht den/die Meister*in! 🙂

Das fertige Kunstwerk kannst du z.B. in einen Blumentopf stecken oder dekorativ aufhängen.